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Time Warner mit 1,5 Milliarden Dollar Quartalsgewinn

03.05.2006
Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner hat im ersten Quartal 2006 dank starker Ergebnisse der Fernseh- und Filmsparte den Gewinn stark erhöht. Dagegen gab es beim Internet-Unternehmen AOL und bei der Print-Sparte Gewinneinbußen.

Time Warner verbuchte im ersten Quartal einen Reingewinn von 1,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,2 Milliarden Euro) gegenüber 915 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 32 (Vorjahr: 19) Cent. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar zu.

Time Warner Cable, die Kabelfernsehsparte, profitierte von Kundenzuwachs und höheren Abonnenten-Zahlen für Digital-, Hochgeschwindigkeits- und Telefon-Dienstleistungen.

Time Warner hatte in der Berichtszeit eine Aufstockung seiner Aktienrückkäufe um 7,5 Milliarden Dollar auf 20 Milliarden Dollar bis Ende 2007 angekündigt, wovon bisher Aktien im Wert von acht Milliarden Dollar zurück gekauft wurden.

Bei AOL setzte sich der Kundenschwund fort. AOL verlor innerhalb von Jahresfrist 3,1 Millionen US-Kunden und hatte zum Quartalsende noch 18,6 Millionen amerikanische Nutzer. In Europa gab es einen Kundenrückgang von 452.000 auf 5,9 Millionen. Der AOL-Umsatz fiel um sieben Prozent auf zwei Milliarden Dollar. Dabei konnten höhere Onlinewerbeeinkünfte die fallenden Abonnentengebühren nicht wettmachen. Der operative Gewinn fiel bei AOL auf 442 (530) Millionen Dollar.

Der Kabel-TV-Umsatz stieg um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar und der operative Gewinn auf 932 (796) Millionen Dollar. Time Warner Cable hatte zum Quartalsende elf Millionen Kunden.

Die Filmsparte mit den Filmstudios Warner Bros. Entertainment und New Line Cinema hatte zwar wegen niedrigerer Einkünfte an den Kinokassen und im Home-Video-Geschäft einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar, doch stieg der operative Gewinn auf 457 (383) Millionen Dollar.

Die TV-Netze - Turner Broadcasting, HBO und WB Network - legten um drei Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zu und hatten einen operativen Gewinn von 857 (794) Millionen Dollar. Die Werbeeinnahmen erhöhten sich um drei Prozent.

Der Printmedien-Umsatz der Time Inc. mit Magazinen wie "Time" und "People" war mit 1,1 Milliarden Dollar fast unverändert. Es gab bei Abonnenten und Werbeeinnahmen nur geringe Veränderungen. Der operative Gewinn fiel auf 116 (132) Millionen Dollar. (dpa/tc)