Neue Business Systems für OEMs und IBM-Anwender

TI mit Bürocomputern ins DDP-Geschäft

24.09.1982

EDINBURGH/FREISING (de) - Der US-Computerhersteller Texas Instruments (TI) möchte sich im Distributed-Processing-Markt (Volumen weltweit 1982: rund sechs Milliarden Dollar) einen Vorderplatz erkämpfen. Als Serien 300, 600 und 800 wurden letzt bürotaugliche Mehrplatzversionen des DS990-Minicomputers angekündigt, den TI nach eigenen Angaben weltweit 60000mal installiert hat.

Mit dem im Oktober vorigen Jahres vorgestellten Einzelplatzsystem 200 (CW vom 27. November 1981) und dem Neuheiten-Trio verfügt Texas Instruments über ein "totales Familienkonzept" (Eigenwerbung) im Kaufpreisbereich von 5000 bis 100000 Dollar. Die "Business Systems" (US-Bezeichnung) zeichnen sich TI-Angaben zufolge durch ein günstiges Preis-/Leistungsverhältnis, Netzwerkfähigkeit sowie Softwarekompatibilität aus. Sie seien für OEM-Kunden, aber auch für große Endbenutzer interessant - hier insbesondere als Arbeitsplatzrechner in IBM-Umgebungen (3780/2780- und 3270-Gateways). Dazu Terry Jenkins, Vizepräsident der TI-Data Division: "Wir haben die Hauptwelle des Distributed Processing noch vor uns."

Die neuen Bürocomputer, als Bussysteme konzipiert, laufen unter dem Betriebssystem DX10. Der Hauptspeicher ist bei den Topmodellen von 512 KB (Serie 300) bis 2 MB (Serie 600 und Serie 800) ausbaufähig. Das 300er Einstiegsmodell 340 hat 128 KB, die kleinsten 600er beziehungsweise 800er Modelle (651/861) werden mit 256 KB angeboten. Gegenüber der Minicomputerfamilie DS990 wurde die Performance durchschnittlich um 70 Prozent erhöht.

Durch die Verwendung von 64KBit-Chips im dynamischen RAM (Random Access Memory) konnte die CPU auf einem Board untergebracht werden. Für den 990-Aufbau wurden noch fünf Boards benötigt. Die neue "Texas range" basiert auf 996-Bit-Mikroprozessoren (TMS9900/99000).