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TI enttäuscht Erwartungen der Wallstreet

23.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Elektronikkonzern Texas Instruments (TI) blieb mit seinem Ergebnis für das vierte Fiskalquartal 2000 hinter den Erwartungen der Analysten zurück und sprach eine Umsatzwarnung für das erste Quartal 2001 aus. Die Anleger reagierten prompt: Das Wertpapier des Herstellers fiel im nachbörslichen Handel am gestrigen Montag um 5,5 Prozent auf 45,88 Dollar.

Im abgelaufenen Berichtszeitraum meldete TI einen operativen Gewinn von 549 Millionen Dollar oder 31 Cent je Aktie. Marktbeobachter hatten jedoch mit zwei Cent mehr pro Anteilschein gerechnet. Im vergleichbaren Vorjahresquartal erwirtschaftete das texanische Unternehmen einen Profit von 448 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie. Das Nettoergebnis des Herstellers belief sich inklusive besonderer Einkünfte aus dem Verkauf verschiedener Geschäftsbereiche im vierten Fiskalquartal auf 665 Millionen Dollar; ein Jahr zuvor betrug das Plus 445 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar, lag jedoch um drei Prozent unterhalb der 3,15 Milliarden Dollar, die TI noch im dritten Quartal 2000 eingenommen hatte.

Im gesamten Geschäftsjahr 2000 lag der Umsatz bei 11,9 Milliarden Dollar, 1999 waren es noch 9,7 Milliarden Dollar. Der Nettoprofit stieg von 1,4 Milliarden Dollar im Vorjahr um über 100 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar.

Für das erste Quartal 2001 erwartet TI einen zehnprozentigen Umsatzrückgang gegenüber dem vierten Quartal 2000. Wann sich das Geschäft wieder beleben werde, konnte das Unternehmen nicht sagen.