Buchbesprechung

The Making of Digital

05.12.2018
Bücher zur Digitalisierung sind meist Spezialbücher für IT-Experten oder allgemeine Ratgeber. „The Making of Digital“ heißt das neue Buch von Ulrich Bode, das den goldenen Mittelweg findet. Verständlich werden Themen wie Agilität, Blockchain und künstliche Intelligenz erläutert.

Für den Buchautor, Informatiker und IT-Freelancer Bode gibt es kein Change Management mehr, sondern erfolgen Veränderungen permanent und sind strukturell in die Organisation integriert. Baustein für Baustein zeigt der Autor, wie "Change" in die tägliche Arbeit eingebaut wird. Mit der Idee "Losgröße kleiner 1" (Smart Lot) entwickelt er eine Perspektive für neue Wege in Produktion und Kundenerlebnis. Ausführlich beschreibt Bode, wie das Phasenmodell durch das iterative Modell abgelöst wird.

Ulrich Bode: The Making of Digital (deutsche Ausgabe), 280 Seiten, Trochos Verlag 2018, als Buch 29,80 Euro, als E-Book 19,99 Euro (Homepage: http://themakingof.digital).
Ulrich Bode: The Making of Digital (deutsche Ausgabe), 280 Seiten, Trochos Verlag 2018, als Buch 29,80 Euro, als E-Book 19,99 Euro (Homepage: http://themakingof.digital).
Foto: Bode - Trochos Verlag

Einen Schwerpunkt nimmt die Zukunft der Arbeitswelt ein. Heutige Collaboration-Werkzeuge seien gescheitert, weil sie nicht kooperieren könnten. Bode prognostiziert, dass der statische Desktop durch ein dynamisches Netz ersetzt wird. Mit dem WorkNet entwirft er ein neues Konzept, um die Zusammenarbeit von Menschen wirkungsvoll zu unterstützen. Es wird interessant sein, ob der Autor mit seinen Vorhersagen wieder so treffsicher ist, wie in seinem ersten Buch "Die Informationsrevolution" (Gabler 1997). Damals hat er zehn Jahre vor dem ersten iPhone bereits die Zukunft des Smartphones prophezeit.

Mit dem Business Profiler/der Business Profilerin stellt Bode einen neuen Beruf vor, in dem es darum geht, systematisch Geschäftsmodelle und Innovationen zu entwickeln. Aufgrund der beschleunigten und radikalen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft sieht der Visionär die methodische Arbeit mit Geschäftsmodellen als ein neues und aufstrebendes Fachgebiet.

Da die Digitalisierung immer stärker den Alltag durchdringt, greift Bode auch interdisziplinäre Themen und ihre Zusammenhänge auf. So erläutert er die Grundzüge und Arbeitsweise im Design und verbindet sie mit der Gestaltung von digitalen Systemen: "Design gewinnt als Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt entscheidende Bedeutung.". Der digitale Wandel bedeute auch einen Paradigmenwechsel gesellschaftlicher Strukturen in Arbeits- und Privatleben.