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Texas Instruments sieht schwarz

22.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chiphersteller Texas Instruments (TI) schrieb im dritten Quartal erneut schwarze Zahlen. Zudem steigerte er Umsatz und Gewinn gegenüber dem vorangegangenen zweiten Quartal (Computerwoche online berichtete) und dem dritten Viertel des Vorjahres. Gleichzeitig warnte das Unternehmen aus Dallas jedoch vor einem Verlust im Schlussquartal und kündigte an, rund 500 seiner 35.200 Stellen zu streichen.

Aufgrund der starken Nachfrage nach Wireless-Chips erzielte TI im aktuellen Berichtszeitraum einen Nettoprofit von 188 Millionen Dollar oder elf Cent pro Aktie. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Konzern einen Nettoverlust von 117 Millionen Dollar oder sieben Cent je Anteilschein ausgewiesen. Im zweiten Viertel des Jahres 2002 war TI mit einen Überschuss von 95 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Anteil die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen (Computerwoche online berichtete).

Die aktuellen Einnahmen kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent von 1,85 Milliarden auf 2,25 Milliarden Dollar - dies entspricht einem Zuwachs von 90 Millionen Dollar gegenüber dem zweiten Quartal. Dabei verbuchte TI im Kerngeschäft Halbleiter einen Umsatzanstieg um 26 Prozent auf 1,83 Milliarden Dollar. Die Einnahmen im Wireless-Bereich - dieser zeichnet für rund ein Viertel der Gesamterlöse verantwortlich - kletterten hingegen im Jahresvergleich um 52 Prozent.

Die schwache Nachfrage nach Chips für PCs und ähnliche Produkte drückte jedoch die Ergebnisse. Auch im laufenden Quartal sieht der Konzern keine Besserung in diesem Bereich und erwartet daher nur ein ausgeglichenes Ergebnis. Mit dem anvisierten Umsatz von rund zwei Milliarden Dollar würden sich die Texaner zwar um rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz von 1,79 Milliarden Dollar verbessern. Die Einnahmen lägen damit aber deutlich unter dem Umsatz, der jeweils in den vergangenen beiden Quartalen erzielt wurde. (mb)