Österreichische Rundfunkanstalten:

Teletext Avantgardist

14.03.1980

WIEN (pi) - In Österreich ist jetzt ein Videotext-ähnliches System, genannt Teletext, angelaufen; in Deutschland konnte über das Videotext-System, das für die Bundesrepublik diskutiert wird, noch keine Einigung zwischen Rundfunkanstalten und Zeitungsherausgebern erreicht werden.

In Österreich werden über die den Rundfunkanstalten gehörenden Sendeanlagen - in Deutschland gehören sie der Bundespost - den Fernsehkunden diese Zusatzinformationen angeboten. Der Versuch soll zunächst zwei Jahre dauern und der Dienst vorerst kostenlos sein. Dieses Jahr werden 64 "Seiten" Text abgerufen werden können und im kommenden Jahr wollen die Rundfunkanstalten dann 100 Seiten (zu 24 Zeilen) je FS-Kanal bereithalten.

44 Seiten gestaltet der ORF mit Programminformation und Kundendiensten, 20 Seiten werden von den Zeitungsherausgebern über die österreichische Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur (APA) beigesteuert - hauptsächlich mit Nachrichteninhalten .

Erste Versuche mit einer Bildschirmzeitung, "Bildschirmtext", sollen demnächst in Österreich anlaufen. Im Gegensatz zum Teletext sollen hierbei die Einrichtungen der Post beziehungsweise das Telefon in Verbindung mit dem Fernsehgerät benutzt werden, was eine unbeschränkte Informationsseitenzahl ermöglicht.