Telekom will höhere Tarife für Preselection

27.10.2000

BONN (CW) - Die Telekom will künftig höhere Gebühren, wenn ein Kunde seinen Anschluss dauerhaft auf einen Wettbewerber umstellen lässt. Dies fordert der Vorstandsvorsitzende Ron Sommer von Klaus-Dieter Scheurle, dem Chef der Regulierungsbehörde. Demnach sind Sommer die bislang genehmigten zehn Mark als Preselection-Gebühr zu niedrig. Wie es weiter heißt, verlangt Sommer ein Gegenseitigkeitsprinzip, wonach die Telekom die gleich Gebühr für wechselwillige Kunden erhält, wie sie an einen Konkurrenten bezahlen muss, wenn sie dessen Preselection-Kunden abwirbt. Ferner schwebt Sommer vor, dass sich die Preselection-Gebühr an den Tarifen im Mutterland der jeweiligen Telefongesellschaft orientiert. Kunden, die sich an einen City-Carrier oder einen Preselection-Anbieter gebunden haben, sollen außerdem bei Bedarf auch über das Telekom-Netz telefonieren können. Während Sommer mit dieser letzten Forderung bei Scheurle auf offene Ohren stößt, lehnt er die beiden ersten Ansinnen ab.