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Telekom: Verkauf des TV-Kabelnetzes zieht sich hin

08.01.2003

Noch im ersten Quartal will die Deutsche Telekom den Verkauf des TV-Kabelnetzes zum Abschluss bringen. Ursprünglich sollte das schon Ende 2002 der Fall sein, doch der TK-Konzern war mit den gebotenen Preisen nicht zufrieden. Mittlerweile sind mit dem US-Wagniskapitalgeber Hicks, Muse, Tate & Furst sowie dem Bieterkonsortium um Goldman Sachs nur noch zwei von ehemals vier Kaufinteressenten im Spiel. Und die sind nicht bereit, zwei oder mehr Millliarden Euro für das TV-Kabel zu zahlen, wie es sich die Telekom vorstellt. Goldman Sachs könne sich lediglich eine Summe zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro vorstellen. Bis Ende der Woche legen die beiden Interessenten ihre erneuerten Angebote vor.

Ein Problem ist auch, dass die Bieter selbst darum kämpfen müssen, die Finanzierung auf die Beine zu stellen, zumal für den Kabelkauf 700 bis 900 Millionen Euro an Eigenkapital nötig wären. Mit dem Kabelnetz werden derzeit 10,3 Millionen Haushalte versorgt, das aber zunehmend durch weiter entwickelte Satellitenschüsseln und schnelle DSL-Leitungen Konkurrenz erhält. (am)