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Telekom verbreitet Optimismus für 2002

23.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom hat im Vorfeld ihrer heutigen Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2001 erste Kennzahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Der Bonner Konzern rechnet für das erste Vierteljahr mit einem Umsatzwachstum von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 12,9 Milliarden Euro. Das Plus ist vornehmlich der Konsolidierung des Mitte vergangenen Jahres übernommenen US-Mobilfunkanbieters Voicestream Wireless zu verdanken.

Das bereinigte EBITDA-Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen) sei im ersten Quartal "im einstelligen Prozentbereich" gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Voicestream habe dazu erstmals mit einem positiven EBITDA von 106 Millionen Euro (nach HGB) beigetragen. Über das laufende Jahr erwartet Telekom-Chef Ron Sommer eine Beschleunigung des EBITA-Wachstums.

Neben T-Mobile hätten sich auch bei T-Online und T-Systems positive Trends gezeigt, heißt es weiter. Im Festnetzgeschäft der T-Com gab es bei den Verbindungsminuten zwar ein zehnprozentiges Plus, Umsatz und EBITDA gingen aber aufgrund von Preissenkungen leicht zurück. Die Erhöhung der Grundgebühren zum 1. Mai verspreche hier aber Besserung.

Höchste Priorität hat für 2002 der Abbau des Schuldenbergs, der sich nach dem Erwerb des Resanteils am debis Systemhaus auf 67,2 Milliarden Euro summiert. Nach dem geplatzten Verkauf des Kabelnetzes an Liberty Media und dem ungünstigen Umfeld für einen Börsengang von T-Mobile soll ein zusätzliches Maßnahmenpaket Kosten sparen. Die Investitionen werden gegenüber dem Vorjahr um rund eine Milliarde auf neun Milliarden Euro gesenkt. Eine weitere Milliarde Euro soll durch die bereits angekündigte Senkung der Dividende umn rund 40 Prozent auf 37 Cent pro Aktie eingespart werden.

Den ausführlichen Bericht zum ersten Quartal veröffentlicht die Telekom am 22. Mai. (tc)