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Telekom und ver.di nehmen Gespräche über Konzernumbau auf

13.03.2007
Die Deutsche Telekom will mit der Gewerkschaft ver.di am Mittwoch Gespräche über den geplanten Konzernumbau aufnehmen.

Die große Verhandlungskommission soll dann in der kommenden Woche tagen, wie die Telekom am Dienstag in Bonn mitteilte. Der Konzern will rund 50.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte T-Com in eigene Servicegesellschaften unter dem Namen T-Service auslagern.

Inhaltlich sind die beiden Konfliktparteien weit auseinander. Daher solle an dem ersten Verhandlungstag über die weitere Vorgehensweise gesprochen werden, sagte eine Telekom-Sprecherin. Mit dem Umbau will die Telekom die Kosten für die Betreuung ihrer Kunden deutlich senken und die Servicequalität verbessern. Geplant ist zudem eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 34 auf 38 Stunden. Die Gewerkschaft ver.di lehnte die Umstrukturierung ab, da sie den Verkauf von Unternehmensteilen befürchtet.

Ver.di begrüßte die Aufnahme von Verhandlungen, schränkte aber ein: "Wer mit einem Horrorkatalog zulasten der Beschäftigten den Service zu verbessern hofft, zeigt, dass er die wirklichen Probleme des Konzerns nicht verstehen will", sagte ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder. Besserer Service sei nur mit motivierten Beschäftigten machbar.

Anfang März hatten 13.000 Telekom-Mitabeiter vor der Bonner Konzernzentrale gegen die geplante Umstrukturierung demonstriert. Die Arbeitnehmer fordern statt der Gründung von T-Service den Verzicht von betriebsbedingten Kündigungen über das Jahr 2008 hinaus. (dpa/tc)