Vorerst nur in fünf Städten verfügbar

Telekom start 5G offiziell

06.09.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Deutsche Telekom hat ihr 5G-Mobilfunknetz gestartet. Ab sofort können Nutzer mit dem passenden Smartphone und Mobilfunktarif in diesen fünf Städten mit rund 1 Gbit/s mobil surfen.
Deutsche Telekom: 5G ab sofort in fünf Städten verfügbar
Deutsche Telekom: 5G ab sofort in fünf Städten verfügbar
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Das 5G-Netz der Deutschen Telekom ist ab sofort in fünf deutschen Städten verfügbar: Berlin, Bonn, Darmstadt, Köln und München. Bis Ende 2019 sollen Hamburg und Leipzig folgen.

Zum Start der diesjährigen Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin funken deutschlandweit insgesamt 129 5G-Antennen. Bis zum Jahresende 2019 sind über 300 Antennen für Deutschland geplant. Die Telekom verspricht in ihrem 5G-Netz Bandbreiten von 1 GBit/s und mehr. Allein 66 Antennen bilden laut Telekom in Berlins Mitte auf rund sechs Quadratkilometern das größte zusammenhängende 5G-Gebiet Deutschlands.

In den genannten fünf Städten baut die Telekom Schritt für Schritt 5G-Netz-Cluster auf. Damit sei es möglich, größere Bereiche zu versorgen und nicht nur punktuell den Bereich um einzelne Antennen. Zusätzlich beginnt die Telekom aber auch den 5G-Ausbau in weiteren Städten. Bis Ende 2020 sollen mindestens die 20 größten Städte in Deutschland an das 5G-Netz angebunden werden.

Die fünf 5G-Startstädte im Detail

In Berlin versorgen 66 5G-Antennen die Bezirke Schöneberg, Mitte und Kreuzberg. Das Berliner 5G-Netz soll in den kommenden 18 Monaten wachsen: im Westen im Bereich Charlottenburg und Ku’damm bis hin zur Messe Berlin. Im Osten und Norden das Gebiet über den Alexanderplatz und das Regierungsviertel in Richtung Prenzlauer Berg und Charité. Im Fokus der 5G-Versorgung sei die Innenstadt mit touristischen Hotspots wie dem Potsdamer Platz. Im Süden sollen Gebiete wie der Technologiepark Adlershof mit 5G der Telekom versorgt werden.

In Köln sorgen jetzt zwölf neue Antennen für 5G: auf der Deutzer Seite am Rhein einschließlich Teile des Messegeländes und ein Standort in Ehrenfeld. Der in den nächsten Monaten und Jahren geplante Ausbau in Köln umfasst die gesamte Innenstadt mit ihren Einkaufsstraßen und Wohnhäusern sowie den Media-Park, die Deutzer Seite im Bereich der Messe und die Promenaden auf beiden Rheinseiten. Bis Ende 2019 will die Telekom in Köln insgesamt 90 Antennen aufbauen.

In München stehe zunächst die gewerbliche 5G-Nutzung stärker im Fokus. Die ersten neun Antennen funken in Milbertshofen zwischen Frankfurter Ring und Petuelpark. 5G soll hier bis Ende des Jahres zusätzlich den BMW-Park sowie den Medienstandort Unterföhring versorgen. Die Zahl der Antennen steige dann auf rund 50. Für 2020 plant die Telekom die nächsten Ausbauschritte Richtung Münchner Innenstadt.

In Bonn funken zur IFA-2019-Zeit insgesamt 24 Antennen. Ein Gewerbegebiet und auch die Freizeitnutzung abends und am Wochenende stehen zunächst im Fokus. Erste Antennen sind auch in der Innenstadt am Hauptbahnhof und auf der Beueler Seite in Betrieb. Bis Ende des Jahres will die Telekom die Zahl der Antennen in Bonn verdoppeln. Dann sollen mehr als 40 Antennen in Betrieb sein.

In Darmstadt ist der 5G-Ausbau mit den Testfeldern rund um die Telekom-Standorte gestartet. Die Versorgung mit aktuell 18 Antennen erstreckt sich bis zum Hauptbahnhof. Im nächsten Schritt geht es in den kommenden 18 Monaten Richtung Innenstadt und Universitätsgebiete.

Alle 5G-Gebiete sind ab sofort auch auf der 5G-Versorgungskarte der Telekomeingezeichnet.

Vodafone hatte bereits im Juli 2019 sein 5G-Netz gestartet. Mehr dazu lesen Sie hier. Vodafone hat hierzu die ersten 25 5G-Stationen mit mehr als 60 5G-Antennen in 20 Städten und Gemeinden aktiviert. Unter anderem in den Gemeinden Birgland (Bayern), Lohmar (Nordrhein-Westfalen) und Hattstedt (Nordfriesland) sowie in den Großstädten Köln, Düsseldorf, Hamburg, Dortmund und München. Im August 2019 folgten mehr als 50 Stationen mit 120 5G-Antennen in Berlin, Bremen, Dresden, Darmstadt, Leipzig, Mülheim an der Ruhr und Frankfurt.

(PC-Welt)