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Telekom erwägt Verkauf von Telefondienstleister Digame

31.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - T-Com-Chef Walter Raizner prüft nach Informationen der "Wirtschaftswoche" den Verkauf des Telefondienstleisters Digame. An dem Unternehmen, das Televoting für Sendungen wie den "Eurovision Song Contest", "Deutschland sucht den Superstar" und "Big Brother" macht, ist die Telekom direkt und indirekt mit 54 Prozent beteiligt. Wie das Magazin am Mittwoch vorab meldete, könnte die Telekom noch dieses Jahr ihre Anteile ganz oder teilweise abstoßen.

Dem Bericht zufolge hängen die Verkaufsabsichten mit dem Plan von Digame zusammen, noch im Herbst mit einem Quizkanal in der Sendepause des Kinderkanals Kika zwischen 21 und 6 Uhr auf Sendung zu gehen. Doch die für den 26. August vorgesehene Genehmigung habe die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen nicht erteilen können, sondern die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) eingeschaltet. Sie solle die enge Verflechtung zwischen Digame, Deutscher Telekom und dem Bund als Telekom-Großaktionär prüfen.

KEK-Leiter Bernd Malzanini habe Digame und Telekom aufgefordert, Nachweise vorzulegen, dass der Staatsanteil an Telekom zu keiner Einflussnahme auf die Digame-Sendungen führe. Die Telekom tue sich offenbar schwer, diese Beweise zu erbringen, hieß es. (dpa/mb)