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Telekom behält die "Gelben Seiten"

18.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom will sich nach eigenen Angaben nun doch nicht von ihrer Auskunftssparte DeTeMedien trennen. Die vorgelegten Angebote für den Verkauf würden nicht weiter verfolgt, teilte das Bonner Unternehmen am Mittwoch mit. Stattdessen sei geplant, gemeinsam mit den regionalen Verlegern weitere Angebote rund um die gedruckten und elektronischen Telefonbücher zu entwickeln. Das Erreichen der Finanzziele des Konzerns zum Jahresende bleibe von der Absage unberührt, so der TK-Konzern.

Um ihre Schulden bis Jahresende von 64 auf 50 bis 53 Milliarden Euro zu senken, hatte die Telekom Anfang 2003 auch den Verkauf der DeTeMedien in Erwägung gezogen. Nach Anteilsverkäufen und Kostensenkungen hatte der magentafarbene TK-Riese aber bereits zur Jahresmitte einen Schuldenstand von zirka 53 Milliarden Euro erreicht.

Schon Mitte Mai hatte die Telekom angekündigt, dass sie im laufenden Jahr vorrangig Immobilien veräußern werde, da der Schuldenabbau gut vorangekommen sei. Der Konzern müsse sich nicht mehr um jeden Preis von nicht-strategischen Beteiligungen trennen, hatte die Konzernführung betont. Statt des ursprünglichen Verkaufs wurde DeTeMedien rund zwei Wochen später sogar mit dem Internet-Auskunftsdienst von T-Online, T-Info, verstärkt. (mb)