Telegramm

24.02.1995

Entwickler, die "Video for Windows" von Microsoft benutzen, muessen mit keiner Klage von Apple rechnen. Das Unternehmen legte ihnen allerdings ans Herz, das Endprodukt mit einem Label "uses Apple Multimedia-Technology" zu versehen. Hintergrund ist die Klage des kalifornischen Softwareherstellers gegen Microsoft und Intel, die in Video for Windows laut Apple unberechtigterweise den Code der Videosoftware "Quicktime" verwenden.

Die X/Open bringt voraussichtlich in zwei Wochen eine neue Version der Unix-Spezifikationen sowie ein entsprechendes Zertifizierungsprogramm heraus. Nur Produkte, die dieser "Single Unix Specification" - einem Update von Spec 1170 - entsprechen, sollen sich dann noch Unix nennen duerfen.

Mit einer Berg- und Talfahrt der Kosten rechnen die Marktforscher von International Data Corp. (IDC) und Forrester Research Inc. in zwei unabhaengig voneinander durchgefuehrten Studien ueber den Einfluss der Windows-95-Implementierung in den Unternehmen. Anwendersupport und -training sowie Desktop-Management treiben die Ausgaben anfangs in die Hoehe. Ein Jahr nach der Auslieferung des Microsoft-Betriebssystems wuerden sie den Analysten zufolge allerdings wieder zurueckgehen.

Seit sieben Jahren bastelt Taligent schon an der objektorientierten Anwendungsumgebung "Commonpoint". Still und leise hat das Unternehmen im Januar den Betacode an einige Entwickler ausgeliefert. Mit der vollen Betaversion ist einer Taligent-Sprecherin zufolge noch in diesem Quartal zu rechnen.