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Telegate wird vom Bundeskartellamt geholfen

17.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Telefonauskunftsdienst Telegate AG muss künftig weniger für die Bereitstellung von Teilnehmerdaten an die Deutsche Telekom zahlen. Wie das Münchner Unternehmen mitteilte, hat der Bonner TK-Konzern in einem Verfahren wegen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor dem Bundeskartellamt nun zugestimmt, die Bereitstellungsgebühren rückwirkend zum Jahresanfang um 45 Prozent zu senken.

Für Telegate bedeutet diese Entscheidung eine deutliche Kostenersparnis: Da die Gebühren pro genutztem Datensatz damit auf neun Cent sinken, erwartet die Telefonauskunftei im laufenden Geschäftsjahr 2003 einen positiven Ergebniseffekt von etwa 2,5 Millionen Euro. Trotzdem seien die Kosten im europäischen Vergleich weiterhin deutlich zu hoch, kritisierte Telegate. Im vergangenen Jahr hatte das im Prime Standard notierte Unternehmen einen Verlust vor Steuern von 25,2 Millionen Euro verzeichnet. (mb)