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Telegate erhofft sich Schub nach juristischem Erfolg gegen die Telekom

07.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Auskunftsdienstleister Telegate hofft auf kräftigen Rückenwind durch einen Gerichtserfolg in einer Millionenklage gegen die Deutsche Telekom. "Das Geld erhöht sicher die Spielräume für unsere weitere Entwicklung", sagte Telegate-Chef Andreas Albath dem "Handelsblatt". Weitere Investitionen sowie eine Ausschüttung an die Aktionäre stünden auf der Tagesordnung, sobald das Geld in der Kasse sei.

Das Landgericht Köln hatte die Telekom in der vergangenen Woche zur Rückzahlung von 65,2 Millionen Euro an Telegate verurteilt, weil der Ex-Monopolist über Jahre zu viel für die Kundendaten verlangt habe, wie es hieß. Auskunftsdienstleister wie Telegate sind von der Telekom abhängig, weil diese die Daten der Telefonanschlüsse in Deutschland sammelt.

Telegate forciert das Geschäft in Frankreich und Südeuropa, wo die Auskunftsmärkte gerade geöffnet werden. "Die europäische Deregulierung ist der Treibstoff für unser Wachstum", sagte Albath. In Frankreich startet im Herbst nach den Angaben eine große Marketingkampagne, mit der das Unternehmen auf die Marktöffnung reagiert. 2007 sollen hier erste Gewinne fließen. Darüber hinaus baut Telegate die Angebote in Spanien und Italien aus. In beiden Ländern verdient Telegate bereits Geld. (dpa/tc)