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Telefonica verdient im ersten Quartal 2005 deutlich mehr

17.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die spanische Telefongesellschaft Telefonica hat im ersten Quartal 2005 bei höherem Umsatz deutlich mehr verdient. Der Überschuss sei von 671 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 912 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag in Madrid mit. Damit traf das Unternehmen die Prognosen der Branchenexperten, die von einem Nettoergebnis zwischen 651,9 Millionen und 1,025 Milliarden Euro ausgegangen waren.

Zu dem Gewinnsprung hätten die erstmalige Einbeziehung der vom US-Konzern Bellsouth gekauften lateinamerikanischen Mobilfunkanbieter in die Bilanz sowie Zuwächse beim DSL-Geschäft in Spanien und Lateinamerika beigetragen, hieß es zur Begründung.

Die Aktie von Telefonica gewann im Mittagshandel 1,43 Prozent auf 13,46 Euro und setzte sich damit an die Spitze des IBEX-35-Index. Der Index zeigte sich hingegen gleichzeitig fast unverändert bei 9.224,60 Punkten. "Die Zahlen sind am oberen Ende der Erwartungen ausgefallen. Das gefällt dem Markt", sagte ein Händler in Madrid. Die Investmentbank Raymond James verwies auf den über den Erwartungen ausgefallenen Umsatz. Zugleich lobten sie den Nettoüberschuss.

Von Januar bis März kletterte der Umsatz auf 8,278 (Vorjahr: 7,093) Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (OIBDA) erhöhte sich auf 3,414 (Vorjahr: 2,937) Milliarden Euro. Der Umsatz lag ebenfalls im Rahmen der Prognosen. Beim OIBDA traf das Unternehmen den oberen Rand der Schätzungen der Branchenexperten. Die Kundenzahl wuchs um 28,6 Prozent auf 131 Millionen bis zum Ende März. (dpa/tc)