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Telefónica steigert Quartalsgewinn um fast 22 Prozent

15.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der spanische TK-Konzern Telefónica hat im dritten Quartal 2002 seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 21,6 Prozent auf 538,1 Millionen Euro gesteigert. Dem Unternehmen gelang es dadurch, den Verlust in den ersten neun Monaten um fast zehn Prozent auf 5,03 Milliarden Euro zu senken, nachdem in der ersten Jahreshälfte noch ein Fehlbetrag von 5,5 Milliarden Euro angefallen war. Das hohe Minus wurde damals durch Abschreibungen auf UMTS-Lizenzen in Deutschland (Quam), Österreich, Italien und der Schweiz sowie Wertberichtigungen auf den IP-Carrier Mediaways verursacht. Nach eigenen Angaben hätte der Konzern ohne diese Sonderbelastungen sowie ohne Währungsverluste in Lateinamerika einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro erzielt. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte Telefónica noch einen Nettoprofit von 1,59 Milliarden Euro geschrieben.

Den vorwiegend in Argentinien und Brasilien aufgetretenen Währungsverlusten schreibt der Carrier auch den Rückgang des Profits vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 7,4 Prozent auf 8,93 Milliarden Euro zu. Der Umsatz sank um sieben Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Dabei konnte das mit Einnahmen von 7,7 Milliarden Euro nahezu stagnierende Festnetzgeschäft in Spanien den knapp 25-prozentigen Umsatzeinbruch im Lateinamerikageschäft nicht auffangen. Die Mobilfunksparte Telefónica Moviles half, mit einem Wachstum von 10,7 Prozent auf 6,83 Milliarden Euro (Computerwoche online berichtete) Schlimmeres zu vermeiden. Telefónicas Schuldenberg sank in den neun Monaten um 4,37 Milliarden auf 24,58 Milliarden Euro. (mb)