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Teldafax geht in die Insolvenz

25.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Insolvenzverfahren gegen den hoch verschuldeten Marburger TK-Anbieter Teldafax wird am 1. Juni 2001 eröffnet. Das berichtete Firmen- Vorstand Stefan Koch gegenüber der "Financial Times Deutschland". Grund dafür ist die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Teldafax hat bei der Deutschen Telekom Schulden in Höhe von etwa 46 Millionen Euro (Computerwoche online berichtete). In den kommenden Monaten soll sich nun klären, ob der Anbieter Konkurs anmelden muss, oder sich durch das Insolvenzverfahren sanieren kann. Nach Angaben von Koch sind sich die Gläubiger zum großen Teil einig, das Unternehmen zu erhalten. Darüber werde in einer Gläubigerversammlung im Juni dieses Jahres entschieden. Dem Gremium soll ein Plan vorgestellt werden, demzufolge Teldafax in wenigen

Monaten schwarze Zahlen schreiben wird.

Koch zufolge wird sich der Call-by-Call-Anbieter künftig auf das Festnetz konzentrieren und alle anderen Geschäftsbereiche abstoßen. So stehen die Verkaufsverhandlungen der Mobilfunktochter Netztel Plus bereits kurz vor dem Abschluss. Es gebe zwei ernst zu nehmende Interessenten. Außerdem will sich Teldafax von seinen Vertriebspartnern trennen. Durch die Insolvenz hat die Firma dem Vorstand zufolge Verträge mit Partnerunternehmen neu verhandelt und dadurch große Einsparungen erzielt. Mit dem derzeitigen Umsatz von wöchentlich sechs Millionen Gesprächsminuten mit rund 30.000 Kunden mache Teldafax ein Plus.