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Teenager manipuliert Aktienkurse über das Internet

21.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein 15-jähriger amerikanischer Teenager hat über das Internet Börsenkurse manipuliert und sich auf diese Weise rund 285 000 Dollar ergaunert. Nach Angaben der US-Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) hat Jonathan Lebed die Tat bisher weder zu- gegeben noch abgestritten. Er erklärte sich jedoch mittlerweile bereit, seinen "Verdienst" an die Kommission auszuhändigen. Lebeds Methode war verblüffend einfach: Zuerst kaufte er Aktien kleinerer Unternehmen, um dann eine Vielzahl von falschen oder irreführenden E-Mails zu verschicken, in denen er die Firma jeweils als "eine der meist unterschätzten in der Geschichte des Aktienhandels" bezeichnete. Daraufhin stiegen die Anteilscheine in ihrem Wert und er verkaufte seine Aktien gewinnbringend. Der Teenager spekuliert nach eigenen Angaben seit seinem zwölften Lebensjahr an der Börse. Sein Fachwissen habe er über Bücher, Fernsehsendungen oder Finanz-Seiten im Internet erlangt. So belegte er etwa in einem von dem US-Fernsehsender CNBC veranstalteten Börsenwettbewerb einen der besten Plätze.