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Teamwork wird liquidiert

09.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Schicksal der insolventen Teamwork Information Management AG ist nun endgültig besiegelt. Wie der Paderborner IT-Dienstleister mitteilte, könne das Unternehmen den Insolvenzplan nicht erfüllen und werde daher in Kürze liquidiert. Als Gründe nannte die Neue-Markt-Firma die bislang in diesem Jahr erzielten Verluste sowie mangelnde Barmittel.

Noch im Juli war Teamwork zuversichtlich, in Kürze eine zweite Kapitalerhöhung in Höhe von 2,6 Millionen Euro vorzunehmen und das Unternehmen zu entschulden. Damit sollte das seit fast zwei Jahren andauernde Insolvenzverfahren abgeschlossen werden. Der Plan ging jedoch nicht auf: Zwar hätte der Finanzinvestor Aktieninvestor.com die vertraglichen Vereinbarungen erfüllt, erklärten die Paderborner. Er sei aber nicht bereit gewesen, Teamwork über die vereinbarte Finanzspritze hinaus zu unterstützen. Dadurch sei letztendlich auch die zweite Kapitalerhöhung und die Erfüllung des Insolvenzplanes gescheitert.

Das Unternehmen ist seit November 2000 zahlungsunfähig, im Januar vergangenen Jahres war das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Nachdem der Firma durch die Gläubigerversammlung die Geschäftstätigkeit in vollem Umfang zugestanden worden war, schaffte Teamwork im dritten Quartal 2001 mit einem Plus von 11.000 Euro den Sprung in die (EBIT)-Gewinnzone. Im darauf folgenden Quartal schrieb das Unternehmen aber wieder rote Zahlen. In diesem Jahr ging die Verluststrecke weiter: Im ersten Halbjahr verbuchte der IT-Dienstleister einen operativen Verlust von 1,4 Millionen Euro bei 3,67 Millionen Euro Umsatz. Allerdings rechneten die Paderborner noch Ende Juli damit, im dritten Quartal vor Zinsen und Steuern (EBIT) den Break-even zu erreichen. (mb)