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Teamwork präsentiert Sanierungsplan

23.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Teamwork Information Management AG soll mit Hilfe eines Insolvenzplan-Verfahrens saniert werden. In diesem Sinne haben sich der Insolvenzverwalter, das betroffene Unternehmen und der Vorstand von Aktieninvestor.com geeinigt. Dabei soll vergleichbar dem amerikanischen Chapter-11-Verfahren nach einem Insolvenzplan vorgegangen werden. Wie der IT-Dienstleister aus Paderborn mitteilte, werden laut Plan durch zwei Kapitalerhöhungen insgesamt rund 3,5 Millionen Euro zugeführt. Die erste Kapitalerhöhung dient der Aufstockung des Betriebskapitals, die zweite Maßnahme der Finanzierung des Insolvenzplans. Außerdem will die Neue-Markt-Firma Aktionären die Möglichkeit bieten, eine Optionsanleihe zu zeichnen, mit der weitere 1,3 Millionen Euro in die leeren Kassen des Unternehmens gespült würden.

Teamwork hatte bereits im November 2000 seine Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben hatte, im Januar wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Nachdem der Firma durch die Gläubigerversammlung ihre Geschäftstätigkeit in vollem Umfang zugestanden wurde, schaffte Teamwork im dritten Quartal 2001 mit einem Plus von 11 000 Euro den Sprung in die (Ebit)-Gewinnzone. Außerdem gelang es dem (damaligen) Pennystock, per Einstweiliger Verfügung einen zwölfmonatigen Aufschub gegen die Delisting-Regeln der Deutschen Börse zu erwirken (Computerwoche online berichtete). Inzwischen liegt der Kurs der Aktie bei über 1,80 Euro, bis es zu einem Berufungsverfahren kommt, hofft Teamwork, auch den Insolvenzstatus überwunden zu haben.