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TDS übernimmt Personaldienstleister BFD

03.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um sein Serviceangebot zu erweitern und die Kundenbasis aufzustocken, übernimmt der Neckarsulmer IT-Dienstleister TDS die BFD AG aus Iserlohn. Die 1966 gegründete "Betriebsgesellschaft für Datenverarbeitung" zählt in Deutschland und Österreich zu den führenden Anbietern von Outsourcing-Leistungen im Bereich Personal-Management. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen mit 162 Mitarbeitern und mehr als 500 Firmenkunden einen Umsatz von 12,7 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug 600.000 Euro.

TDS will den Kauf mit einer kombinierten Sach- und Barkapitalerhöhung in Höhe von bis zu 9,6 Millionen Euro finanzieren. So erhalten die Anleger der nicht börsennotierten BDF für ihre Anteile 7,2 Millionen neue TDS-Aktien. Ein Großteil der Papiere bleibt dabei quasi in der Familie, da der mit rund 76 Prozent beteiligte Hauptaktionär von TDS, General Atlantic Partners (GAP), gleichzeitig 78 Prozent an BDF hält.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung gibt TDS 2,4 Millionen neue Aktien aus. Bezugsberechtigt sind TDS-Altaktionäre, diese können für jeweils zwei alte Aktien einen neuen Anteilschein zum Preis von 2,35 Euro kaufen. Einzelheiten zu dem Angebot will TDS noch am heutigen Mittwoch bekannt geben.

Für das Geschäftsjahr 2003 geht die TDS von einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus. Der Umsatz soll gegenüber dem Vorjahr von 105 Millionen auf rund 95 Millionen Euro sinken. Die Prognose berücksichtigt die rückwirkende Konsolidierung der BFD zum 1. September 2003, die Einmalaufwendungen im Rahmen der Übernahme sowie notwendige Strukturmaßnahmen im Segment IT Consulting der TDS. Bis vor kurzem hatte der Vorstand noch stabile Einnahmen und einen deutlichen Jahresüberschuss in Aussicht gestellt. (mb)