Web

 

TDS leidet unter Umbaukosten

01.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Konzernumbau hat der TDS Informationstechnologie AG 2004 zwar eine - nach eigener Darstellung - stabilere operative Basis, aber auch einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Nettoverlust beschert. Wie der Neckarsulmer IT-Dienstleister bekannt gab, weitete sich das Defizit im Jahresvergleich von 3,2 Millionen auf 4,7 Millionen Euro oder 17 Cent je Aktie aus.

Als Grund für den Ergebniseinbruch nannte TDS insbesondere einmalige Sonderkosten aus dem Verkauf der belgischen und niederländischen Tochtergesellschaften sowie der Sparte Systemintegration und Development (SI & D), die mit 3,8 Millionen Euro zu Buche schlugen. Der Gewinn aus der normalen Geschäftstätigkeit (Ebit) stieg dagegen von 702.000 auf 2,1 Millionen Euro.

Das Unternehmen hatte sich von den Bereichen getrennt, um sich im Consulting-Geschäft auf die Prozessberatung auf Basis von SAP-Lösungen sowie den Bereich Dokumenten-Management-Systeme und Archivierung zu fokussieren. Durch den Umbau gingen die Beratungserlöse im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 22,8 Millionen Euro zurück, der Ebit-Verlust der Sparte schrumpfte aber gleichzeitig von 5,3 Millionen auf knapp 3,8 Millionen Euro. Im Bereich Human Resources (HR) Services & Solutions legten die Erlöse dank des Erwerbs der G.O.D. GmbH und der erstmaligen Vollkonsolidierung der BFD AG deutlich von 4,9 Millionen auf 23,7 Millionen Euro zu, das operative Minus stieg jedoch von 426.000 auf knapp 800.000 Euro. Weiterhin stabil entwickelte sich der mit mehr als 52 Prozent Anteil größte Umsatzträger IT-Outsourcing. Die Einnahmen der Sparte wuchsen um vier Prozent auf 51 Millionen Euro, der Ebit-Profit stieg leicht auf fast 6,7 Millionen Euro.

Insgesamt schrumpften die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr von 96,7 Millionen auf 92,2 Millionen Euro. Bereinigt um eingestellte oder verkaufte Geschäftsaktivitäten hätte TDS 2003 jedoch nur 77,2 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Im laufenden Jahr hoffen die Neckarsulmer auf weitere positive Effekte durch den Konzernumbau. So geht das Management in allen drei Geschäftsbereichen von leichten Umsatzsteigerungen aus, insgesamt soll unter dem Strich ein Nettogewinn herauskommen. (mb)