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TCS expandiert in Richtung Biotech

05.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die indische Tata Consultancy Services (TCS) wird als wohl erster IT-Dienstleister für ein Biotech-Unternehmen tätig. Im Auftrag der italienischen Genextra-Tochter Congenia wird die TCS-Sparte Life Sciences R&D an der Erforschung eines Proteins mitwirken, das vermutlich für eine Reihe von Alterserkrankungen verantwortlich ist, und später an der Entwicklung entsprechender Medikamente mitarbeiten.

Für die Arbeit an dem Zeilprotein "P66" wird Tata Module seiner eigenen "Bio-Suite" verwenden und unter anderem eine "virtuelle Fragmentbibliothek" von Molekülen durchforsten, die sich an das Protein binden und es damit unwirksam machen könnten. Für diese Moleküle liefert TCS auch erste ADMET-Profile (Absorption, Distribution, Metabolismus, Exkretion und Toxizität).

Congenia werde die von TCS gelieferten optimierten so genannten Lead-Moleküle im Rahmen von Tierversuchen und später klinischen Tests weiterentwickeln. Dies soll im Advanced Technology Center von TCS im südindischen Hyderabad passieren, wo die meisten Life-Sciences-Forschungsaktivitäten des Dienstleisters angesiedelt sind.

Einige der chemischen und kristallographischen Laborarbeiten vergibt TCS wiederum an den israelischen Subunternehmer Altiora Ventures. Die biologischen Feingehaltsbestimmungen führt Congenia in Mailand durch. Der Vertrag mit Tata hat eine Laufzeit von 18 Monaten, die Bezahlung erfolgt unter anderem abhängig von der Anzahl gelieferter optimierter Moleküle. (tc)