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Take-Two spielt höheren Gewinn ein

17.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Spiele-Softwarehersteller Take-Two Interactive hat Umsatz und Gewinn im vierten Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 30. Oktober) deutlich gesteigert. Wie der Herausgeber von Videospielen wie "Grand Theft Auto" bekannt gab, kletterten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 277,6 Millionen auf 438 Millionen Dollar. Der Nettoprofit wuchs im Jahresvergleich von 26,3 Millionen auf 62,6 Millionen oder 1,36 Dollar je Aktie. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten allerdings im Schnitt mit einem Gewinn von 1,55 Dollar pro Anteil bei 471 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.

Ohne eine Rückstellung zur Beilegung eines Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC hätte Take-Two einen Profit von 1,52 Dollar pro Anteil erzielt und damit die Gewinnschätzung der Wall Street fast erreicht.

Mit der Zahlung von 7,5 Millionen Dollar hofft Take-Two, die Unstimmigkeiten mit der Behörde endgültig ad acta zu legen. Die SEC hatte vor rund einem Jahr Ermittlungen gegen das New-Yorker Unternehmen wegen vermuteter Bilanzmanipulationen aufgenommen. Als die Behörde mit einer Klage drohte, korrigierte die Spieleschmiede im Februar bis zurück in das Geschäftsjahr 1999 ihre Bilanzen. Wie die Company am gestrigen Donnerstag bekannt gab, honoriere die SEC den Einigungsvorschlag, habe jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen. (mb)