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T-Mobile tritt energisch auf die Kostenbremse

07.10.2004

Die Telekom-Tochter T-Mobile hat sich selbst ein rigides Sparprogramm verordnet, mit dem die von der Konzernmutter für das laufende Jahr vorgegebene Umsatzrendite von 40 Prozent noch erreicht werden soll. Im ersten Halbjahr lag diese Kennziffer bei 37,5 Prozent. Damit hat der Mobilfunk-Provider ein Problem, denn die Gewinnmarge sinkt erfahrungsgemäß im zweiten Halbjahr, da infolge des traditionell starken Weihnachtsgeschäfts auch hohen Kosten für die Anwerbung neuer Kunden entstehen.

T-Mobile-Deutschland-Chef Timotheus Höttges kündigte deshalb gegenüber dem "Handelsblatt" weitere Einschnitte bei den Ausgaben für IT und Werbung an. Insgesamt sei bisher schon ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag eingespart worden. Man sei, so der Manager, "auf einem sehr guten Weg", das vorgegebene Renditeziel zu erfüllen.

Neben dem stärkeren Tritt auf die Kostenbremse ändert das Unternehmen auch seine Subventionspolitik. So soll sich die Bezuschussung beim Kauf neuer Handys nicht mehr an einer festen Summe, sondern am Tarif orientieren, den der Kunde gewählt wählt. So zahlt T-Mobile künftig die höchsten Zuschüsse bei den so genannten Pakettarifen, die im Februar unter dem Namen "Relax" eingeführt wurden und auf der Basis einer festen monatlichen Pauschale eine bestimmte Anzahl von Verbindungsminuten einschließen. (gh)