Erweitertes Kongressangebot

Systems kämpft gegen die Bedeutungslosigkeit

16.10.2008
Von 


Simon Hülsbömer betreut als Senior Project Manager Research Studienprojekte in der Marktforschung von CIO, CSO und COMPUTERWOCHE. Zuvor entwickelte er Executive-Weiterbildungen und war rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur tätig. Hier zeichnete er u.a. für die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz verantwortlich.
Mit mehr parallel stattfindenden Fachkongressen möchte die Messe München den steten Ausstellerrückgang der "Systems" stoppen. Geschäftsführer Klaus Dittrich schlachtet dafür die einst heilige Kuh "Messestand only".
Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München, Barbara Wittmann, Niederlassungsleiterin von Dell in Halle/Saale und Bernhard Rohleder, Vorsitzender der Bitkom-Geschäftsführung (v.l.n.r.), stellten das Themen- und Kongressangebot der Systems 2008 vor.
Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München, Barbara Wittmann, Niederlassungsleiterin von Dell in Halle/Saale und Bernhard Rohleder, Vorsitzender der Bitkom-Geschäftsführung (v.l.n.r.), stellten das Themen- und Kongressangebot der Systems 2008 vor.

Vom 21. bis 24. Oktober trifft sich der deutsche IT-Mittelstand auf dem Münchner Messegelände zur 27. Auflage der Systems: 1061 Aussteller in fünf Hallen erwarten mehr als 40.000 Besucher. Ein erweitertes Kongressangebot unterstützt die diesjährigen Schwerpunktsetzungen Green IT, Security und Unified Communications. "Unser Anspruch ist es, langfristig ein Münchner Event für die ITK-Branche zu etablieren und weiterzuentwickeln", sagte Dittrich im Rahmen der Hauptpressekonferenz am heutigen Donnerstag. Er und das gesamte Veranstalterteam hätten in den vergangenen Jahren lernen müssen, dass Unternehmen flexible Messe-Kongress-Angebote benötigten und ihre Kunden gezielter und kleinteiliger auch über begleitende Veranstaltungen und Fachkonferenzen ansprechen wollten. "Vor fünf Jahren habe ich niemanden auf die Messe gelassen, der nicht ausstellen, sondern nur einen Kongress abhalten wollte." Diese Auffassung hat sich mittlerweile geändert, dennoch ist die Zahl der Aussteller auch in diesem Jahr erneut rückläufig - die vier Prozent der insgesamt weniger beteiligte Unternehmen (2007 waren es 1106) seien aber eher der unsicheren Wirtschaftslage geschuldet, meinte Dittrich.

Das veränderte Angebot trägt erste Früchte: So kehren neben Neuling Dell, der sich vor allem den Fokus auf das Thema Green IT zu Nutzen macht, einige namhafte Unternehmen auf die Systems zurück: Sun stellt wieder aus, Microsoft und Oracle werden eigene Fachkonferenzen veranstalten. Microsoft wartet mit der "Technical Server Summit" auf, Oracle preist mit einem eigenen Event seine Enterprise-2.0-Modelle an. Weitere Aushängeschilder sind die "Communications World", die zwei Tage lang Vertreter der TK-Industrie versammelt und die zum zwölften Mal stattfindende "Internet World". Darüber hinaus bestimmen die Themen Open Source, Satellitennavigation und IT-Arbeitsmarkt das erweiterte Kongressangebot. Ähnlich wie die CeBIT widmet auch die Systems ihren abschließenden Messetag (24. Oktober) dem Fachkräftenachwuchs und adressiert Berufseinsteiger mit Informations- und Diskussionsangeboten.