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Systems freut sich über "Last-Minute"-Buchungen

16.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit rund 1300 gemeldeten Ausstellern ist die Münchner Systems, die ab kommenden Montag (20. Oktober) für fünf Tage ihre Pforten öffnet, eigenem Bekunden nach nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen. "Wir haben unser Etappenziel erreicht", betonte Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München International heute vor Journalisten in München. Nachdem es im August noch danach ausgesehen hatte, als würden lediglich 1150 ausstellende IT-Firmen den Weg in die Isar-Metropole finden, hatten die Münchner die Zahl vor gut einer Woche bereits auf 1250 nach oben korrigiert. Dank vieler "Last-Minute"-Buchungen sind es nun wenige Tage vor Messebeginn noch einmal 50 Messestände mehr, die die Systems-Macher an den Mann bringen konnten. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte die Systems mit 1600 Ausstellern und 80.000 Besuchern bereits einen Negativrekord verzeichnen müssen.

Inwieweit sich die abermals geringere Ausstellerzahl auf die diesjährige Besucherstatistik auswirken wird, ließ Messechef Dittrich offen: "Wenn es weniger Aussteller sind, muss man zwangsläufig auch weniger Besucher ins Kalkül ziehen. Insofern wären 80.000 Besucher wie im Vorjahr ein Riesenerfolg."

Dittrich zeigte sich aber trotzdem optimistisch. "Wir sind gut unterwegs, die Systems wieder auf Kurs zu bringen". Man wolle die Messe als reinen B2B- Event künftig noch stärker an den Bedürfnissen der beiden Kernzielgruppen ausrichten - nämlich die Top-Entscheider einerseits sowie mittelständische Unternehmen andererseits, die ein hohes Maß an Infornationsbedürfnis haben, dem man schon in diesem Jahr mit speziellen Inhalten und Veranstaltungen Rechnung trage. Kommende Woche wollen die Systems-Macher zudem ein erweitertes Konzept für die Systems 2004 vorstellen, das vor allem eine stärkere Integration der parallel stattfindenden Medientage beinhalten soll.

Insgesamt sei, so Dittrich, das deutlich steigende Interesse der IuK-Unternehmen an der Systems ein Indiz für die Belebung der Branche. Unterstützt wurde der Münchner Messechef in dieser Auffassung von Bernhard Rohleder, Vorsitzender der Geschäftsführung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM), der die guten Prognosen für den deutschen und westeuropäischen IuK-Markt bekräftigte. Demnach sind für 2004 Wachstumsraten von 2,2 beziehungsweise 3,1 Prozent zu erwarten. Um die Zukunft der Systems, die sich künftig vor allem als regionale IT-Dachmesse und Drehscheibe für den deutschsprachigen Raum (Süddeutschland, Österreich und Schweiz) sowie im Zuge der EU-Osterweiterung zunehmend auch für Aussteller und Besucher aus Tschechien, der Slowakei sowie Ungarn und Slowenien öffnen möchte, müsse man sich aufgrund der hohen Zuwächse der IT- und TK-Märkte in Osteuropa keine Sorgen

machen, so Rohleder. (gh)