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Syskoplan revidiert Planzahlen für 2003

02.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Syskoplan AG geht nicht mehr davon aus, die bisherigen Planwerte für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Bislang hatte der 1983 gegründete Software-Integrator für CRM-Lösungen damit gerechnet, dass die Einnahmen mit rund 51 Millionen Euro auf Vorjahresniveau liegen werden, der Nettogewinn jedoch vergleichsweise besser als die 1,75 Millionen Euro oder 42 Cent pro Aktie im Geschäftsjahr 2002 ausfällt. Wie das Gütersloher Unternehmen am heutigen Mittwoch mitteilte, sind diese Zahlen aufgrund des schwächeren Geschäftsverlaufs im zweiten Quartal nicht mehr einzuhalten. Neue Prognosen machte Syskoplan allerdings nicht, die Ergebnisse der Monate April, Mai und Juni werden am 14. August veröffentlicht.

Um für die Folgejahre gerüstet zu sein, will die Company im zweiten Halbjahr die bereits eingeleiteten Maßnahmen fortsetzen. Syskoplan hatte Anfang Mai bekannt gegeben, dass im ersten Quartal zehn Mitarbeiter entlassen wurden. Für das zweiten Quartal war die Streichung von weiteren 30 Stellen geplant.

Um die Aktionäre trotz schlechter Nachrichten bei Laune zu halten, wollen Vorstand und Aufsichtsrat auf der außerordentlichen Hauptversammlung Ende August eine Sonderausschüttung von zwei Euro je Aktie vorschlagen. Die dafür vorgesehenen 8,4 Millionen Euro stammen aus Kapitalrücklagen. Das Management erklärte dazu, aufgrund des hohen Risikos sei auch künftig keine größere Übernahme geplant. Außerdem werde das Unternehmen auch nach der Maßnahme über eine komfortable Finanzdecke verfügen. Ende März wies Syskoplan bei einer Bilanzsumme von 50 Millionen Euro eine Eigenkapitalquote von 73 Prozent auf. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 27,5 Millionen Euro. Aus rechtlichen Gründen werde die Auszahlung jedoch erst im nächsten Jahr stattfinden, hieß es. (mb)