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Suse bringt Linux auf den Mainframe

02.11.2000
Die bereits seit Juli als Beta erhältliche Linux-Version von Suse für S/390-Großrechner ist ab sofort offiziell verfügbar. Anwender dürften vor allem von der Möglichkeit profitieren, Tausende unabhängiger Images auf einem System einzurichten.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Linux-Variante des Nürnberger Distributors Suse Linux AG für IBM-Großrechner der S/390-Familie (unterstützt werden gegenwärtig G5, G6 sowie Multiprise 3000) ist nach mehrmonatigem Betatest nun offiziell erhältlich. "Suse Linux Enterprise Server for S/390" lässt sich wahlweise innerhalb einer logischen Partition (LPAR), als Gastssystem unter VM (Virtual Machine) oder unter der Virtual Image Facility (VIF) installieren. Anwender dürften vor allem von der Möglichkeit profitieren, Tausende unabhängiger Images auf einem System einzurichten. Im Lieferumfang befinden sich laut Anbieter mehr als 700 speziell für den Unternehmenseinsatz angepasste Softwarepakete. Suse offeriert zudem zahlreiche Support- und Serviceoptionen, unter anderem Installationsplanung, Training, Performance-Messungen und Systemoptimierung. Der

Preis einer Großrechner-Installation hängt wie üblich stark von der individuellen Konfiguration des Anwenders ab. Suses PR-Chef Wolfgang Herrmann erklärte auf Anfrage, "über den Daumen" könne man von durchschnittlichen Kosten von rund 5000 Dollar pro Monat ausgehen.