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Suse bringt Desktop-Linux für Unternehmen

10.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem "Office Desktop" für Kleinbüros und Privatanwender hat die Nürnberger Suse AG jetzt mit "Suse Linux Desktop" eine Linux-Version für Arbeitsplatzrechner im Unternehmen herausgebracht. Sie basiert auf dem Kernel 2.4.19 und den Glibc-Bibliotheken der Version 2.2.5. Als Journaling-Dateisysteme stehen "Ext2", "ReiserFS" und "JFS" zur Verfügung. Anwender können zwischen den grafischen Benutzerführungen von KDE (Version 3.1.1) und Gnome (Version 2.2) wählen.

Im Paket enthalten sind außerdem die Büropakete Staroffice 6.0 von Sun und Openoffice 1.0.2, der Mail-Client "Evolution" von Ximian sowie das "CrossOver Office 2.0" von Codeweavers. Damit lassen sich laut Hersteller Windows-Anwendungen wie die Versionen 97, 2000 und XP von Microsoft Office, Outlook, Visio 2000 sowie Lotus Notes nutzen. Die Installation erfolgt über das Tool "AutoYAST" (Yet Another Setup Tool), Updates lassen sich via "Suse YOU" (YAST Online Update" einspielen.

Linux Desktop kostet rund 550 Euro inklusive Installations-Kit und einem Jahr Wartung für fünf Rechner. Suse garantiert die Systempflege über fünf Jahre.

Außerdem hat der Anbieter erste Hardware-Zertifizierungen für das Produkt angekündigt. Demnach erhalten die IBM-Rechner der Thinkpad-Reihe "A31" und "T40" sowie der "NetVista Desktop" im Lauf dieses Monats das Prüfsiegel "Certified for Suse Linux Desktop".

Als Referenzkunden für Linux Desktop nennt Suse die Stuttgarter Lebensversicherung. Laut Hersteller ersetzt das Unternehmen 800 OS/2-basierende Arbeitsplatz-PCs durch Linux-Clients. Weitere 500 Rechner sollen im Herbst 2003 umgestellt werden. (lex)