xVM VirtualBox 2.1

Sun verbessert seine Virtualisierungs-Software

18.12.2008
Von 
Thomas Cloer war Redakteur der Computerwoche.
Sun Microsystems hat die Version 2.1 der quelloffenen Virtualisierungs-Software "xVM VirtualBox" veröffentlicht.

Diese bringt wichtige Neuerungen in den Bereichen Grafik- und Netzleistung, Konfiguration, Hardware-Unterstützung sowie Interoperabilität. Nutzer können xVM VirtualBox 2.1 kostenlos herunterladen; Sun bietet optional auch Enterprise-Subskriptionen mit Support an, die ab 22 Euro pro Nutzer und Jahr zu haben sind.

Drei Browser auf einem Mac: Firefox (Open Solaris), Safari (nativ) und Internet Explorer (Vista) - dank xVM VirtualBox.
Drei Browser auf einem Mac: Firefox (Open Solaris), Safari (nativ) und Internet Explorer (Vista) - dank xVM VirtualBox.

Das neue Release bietet neue beschleunigte 3D-Grafik über OpenGL, höhere Netzleistung inklusive Bridged Networking auf Windows und Linux (damit lässt sich zum Beispiel ein LAMP/SAMP-Stack einfach in einer virtuellen Maschine installieren) und integrierte iSCSI-Unterstützung, die beispielsweise Verbindungen zu Suns neuen "Open-Storage"-Systemen ("Sun-Storage-7000"-Familie) ermöglicht.

Weitere Neuerungen sind Unterstützung für Mac OS X als Host mit Zugriff auf Intels Hardware-Virtualisieriungstechnik "VT-x", verbesserter Support für die virtuellen Festplattenformate von VMware (VMDK) und Microsoft (VHD), Unterstützung für Intels neue Nehalem-Prozessoren (zunächst "Core i7") sowie die Möglichkeit, auf einem 32-Bit-Host, entsprechende Hardware vorausgesetzt, auch 64-bittige Gast-Betriebssysteme zu fahren.

VirtualBox unterstützt eine Vielzahl von Host- und Gast-Betriebssystemen. Die Software wurde übrigens in Deutschland entwickelt, und zwar von der bei Stuttgart ansässige Firma innotek. Sun hatte diese im Frühjahr 2008 übernommen, um sein Virtualisierungs-Portfolio auszubauen.