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Südkorea-Urteil gegen Microsoft im September?

24.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die südkoreanische Regulierungsbehörde KFTC (Korean Fair Trade Commission) will möglicherweise im September eine Entscheidung in der Kartellrechtsklage gegen Microsoft treffen. Die KFTC untersucht bereits seit drei Jahren, ob die Gates-Company mit der Bündelung ihrer Instant-Messaging-Software mit dem Windows-Betriebssystem gegen Wettbewerbsgesetze verstößt. Im Zuge der Ermittlungen wurden im Juni vergangenen Jahres sogar die Büroräume von Microsoft in Seoul durchsucht (siehe auch: "Hausdurchsuchung in Microsofts Südkorea-Niederlassung".) Auslöser war eine Beschwerde der südkoreanischen Portalfirma Daum Technologies im September 2001. Im April vergangenen Jahres hatte der Betreiber eines eigenen Messaging-Services zusätzlich eine Klage gegen Microsoft eingereicht.

Sollte die Kartellbehörde die Gates-Company für schuldig befinden, kann sie Presseberichten zufolge eine abgespeckte Windows-Version fordern. Außerdem droht Microsoft eine Geldstrafe, die bis zu fünf Prozent der im betreffenden Zeitraum in Südkorea erzielten Windows-Umsätze betragen kann. Der Softwareriese kündigte an, im Fall eines Schuldspruchs Einspruch zu erheben. (mb)