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Südkorea prüft Samsungs Deal mit Apple

24.11.2005
Der Elektronikriese soll Flash-Speicher unter dem Marktpreis verkauft haben.

Wegen des Verdachts auf unfaire Geschäftspraktiken untersucht die südkoreanische Regulierungsbehörde Fair Trade Commission (FTC) derzeit einen Deal zwischen Samsung Electronics und Apple. Konkurrierende Hersteller von MP3-Playern hatten den südkoreanischen Elektronikkonzern im Zusammenhang mit der Lieferung von Flash-Memory für Apples iPod nano beschuldigt, er habe den Auftrag nur aufgrund seiner Dumping-Preise erhalten. Angeblich hat Samsung die Memory-Chips für die Hälfte ihres Marktwertes verkauft, um den Großauftrag einzuheimsen. Apple habe damit einen enormen Wettbewerbsvorteil erhalten.

Eine Sprecherin von Samsung äußerte sich zuversichtlich, dass die Untersuchung keine Konsequenzen haben werde. Das Unternehmen habe als Zulieferer von Apple gegen keinerlei Gesetze verstoßen.

Bei Apple ist man offensichtlich ähnlicher Ansicht: Erst Anfang der Woche verlängerte das Unternehmen mit einer Reihe von Firmen, darunter Samsung, die bestehenden Liefervereinbarungen für Flash-Speicher und andere iPod-Komponenten bis 2010 und versprach den Südkoreanern eine Vorauszahlung von 500 Millionen Dollar. (mb)