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Studien pro und contra Microsoft

10.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer aktuellen Studie hat Soreon Research ermittelt, dass Unternehmen mit Alternativen zu Microsoft Office bis zu 25 Prozent sparen können. Verglichen wurden Desktop- und Groupware-Programme von proprietären sowie Open-Source-Anbietern. Am stärksten profitieren der Studie zufolge Unternehmen mit mehr als 2000 Büroarbeitsplätzen von den bei alternativen Produkten geringeren Lizenz- und Betriebskosten. Weitere Informationen finden Interessierte hier.

Microsoft kontert mit zwei beim Muenster Institute of Computational Economics (MICE) an der Universität Münster in Auftrag gegebenen Studien. Die erste untersucht die Bedeutung von Microsoft Deutschland für den deutschen IT-Sektor und kommt zu dem Schluss, das auf Partnerschaften basierende Geschäftsmodell des Unternehmens liefere einen wesentlichen Umsatz- und Beschäftigungsbeitrag für den deutschen IT-Markt und hier insbesondere für den Mittelstand.

Die zweite Auftragsstudie bewertet Open-Source-Software aus volkwirtschaftlicher Sicht und konstatiert, dass quelloffene Software keine geeignete Alternative zum kommerziellen Softwaremarkt darstelle. Sie schaffe keine neuen Wertschöpfungspotenziale und liefere geringere Umsatz- und Beschäftigungseffekte. Durch das Fehlen eines Marktpreises bei kostenloser, GPL-lizenzierter Software entstünden in der Folge keine Erlöse, Einkommen, Arbeitplätze und Steuern. Nur mit Services ließen sich die beim Vertrieb entstandenen Umsatzausfälle nicht wieder erwirtschaften. (tc)