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Studie: Zwei Drittel aller französischen Dotcoms sind unprofitabel

05.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer Studie zufolge, die die International Data Corp. (IDC) für das Start-Up Forum erhoben hat, wirtschaften zwei Drittel der französischen Internet-Firmen zurzeit unprofitabel. Mehr als die Hälfte der befragten 200 Jungfirmen nannten die mangelnde Finanzierung als Hemmschuh für ihre Weiterentwicklung. Knapp ein Drittel führte Konkurrenzdruck und die Unreife des Marktes als Hindernisse ins Feld; rund ein Viertel leidet zudem nach eigener Einschätzung unter schlechten Wirtschaftsprognosen sowie dem Mangel an geeigneten Fachkräften.

Von den derzeit noch rote Zahlen schreibenden Companies hofft über die Hälfte noch in diesem Jahr die Gewinnzone zu erreichen. Die mittlere Umsatzerwartung liegt bei 3,7 Millionen Dollar und damit doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Gleichzeitig schreitet die Konsolidierung voran: 53 Prozent der französischen Dotcoms wollen in den kommenden zwei Jahren ein anderes Unternehmen übernehmen. Dabei schielen rund 60 Prozent auf einen Service-Anbieter; ganze drei Prozent interessieren sich für einen Online-Shop.

IDC schätzt die Anzahl der Internet-Startups in Frankreich auf 1200. Davon bedienen lediglich 20 Prozent die Öffentlichkeit, der Rest werkelt im B2B-Verborgenen (Business-to-Business). Außerdem surfen im Nachbarland nach Berechnung der Auguren mehr als zwölf Millionen "Internautes" - Frankreich verachtet bekanntlich Anglizismen - durchs Netz, über die Hälfte davon von zuhause aus.