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Studie: Weiterhin düstere Aussichten für IT-Anbieter

16.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut Global Touch werden sich die mäßigen Aussichten für IT-Anbieter auch in nächster Zukunft nicht bessern. In einer Befragung zum dritten Quartal erklärten mehr als 60 Prozent der Firmen, die aktuellen Vierteljahresergebnisse hätten die Erwartungen nicht erfüllt. So fielen bei neun von zehn Unternehmen die Verkaufszahlen in den USA im Vergleich zu dem ohnehin schon schwachen zweiten Quartal ähnlich oder sogar niedriger aus. Besonders hart traf es dabei das Geschäft mit Unix-Servern: 84 Prozent der Anbieter berichteten, dass die Ergebnisse in den Vereinigten Staaten unter oder sogar extrem unter den eigenen Prognosen lagen. Generell erwies sich der europäische IT-Markt laut Global Touch etwas stabiler als die Geschäftssituation über dem großen Teich. So etwa der Verkauf von Servern: Hier gaben 57 Prozent der Befragten an, dass Kunden in den USA ihre

Bestellungen auf Eis legten oder gar stornierten. In Europa waren nur 18 Prozent der Firmen von diesem Problem betroffen. Auch im traditionell kräftigen vierten Quartal ist laut Global-Touch-CEO Denise Sangster kaum mit dem ersehnten Aufschwung zu rechnen. Statt dessen sollen Preiskämpfe die ohnehin schon geschwächte Industrie weiter belasten. Für die Quartalsstudie "Channel Tracker" befragte Global Touch gemeinsam mit Morgan Stanley Dean Witter über 500 IT-Firmen. Diese setzen sich aus Distributoren, Wiederverkäufern, Direktvermarktern und Einzelhändlern zusammen.