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Studie: Weibliche Online-Shopper wissen, was sie wollen

16.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch in der virtuellen Welt unterscheidet sich weibliches Einkaufsverhalten vom männlichen: So verbringen Frauen zwar insgesamt weniger Zeit im Internet, beim Kauf in deutschen Online-Shops haben sie aber die Nase vorn. Männer hingegen nutzen für ihre Einkäufe verstärkt Auktionen und ausländische Shops. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative, von der Deutschen Postbank initiierte Studie. Im Rahmen der Untersuchung wurden 264 Online-Händler und 1.020 Privatpersonen befragt.

Der Umfrage zufolge wissen weibliche Internet-Shopper insgesamt besser, was sie wollen, und setzen bei ihren Einkaufstrips im Web stärker auf bereits bekannte Shops als ihre männlichen Pendants. Dabei achten sie weniger auf den Preis als Männer, sind dafür aber in Sachen Warenqualität und Kundenservice anspruchsvoller. Führend sind Frauen vor allem bei der Online-Bestellung von Uhren, Schmuck und Mode.

Besonders wichtig ist den Frauen dabei offensichtlich die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten: So schätzen 83,9 Prozent die Möglichkeit, im Internet rund um die Uhr einkaufen zu können. Grundsätzlich bemängelt wird jedoch die fehlende physische Präsenz der Waren - besonders beim Erwerb von Mode und Schmuck können Fotos und Beschreibungen die persönliche Anprobe nur schwer ersetzen.

Einkommensstarke Frauen weisen über alle Nutzerguppen hinweg - noch vor ihren gut verdienenden männlichen Kollegen - prozentual die höchste Online-Affinität auf. So haben 70,8 Prozent der Befragten bereits Reisen online gebucht (gut verdienende Männer: 67,1 Prozent) und 20,8 Prozent Medikamente (Männer: 13,9 Prozent) im Internet gekauft. Ebenfalls führend sind sie beim Web-Kauf von CDs beziehungsweise DVDs (Frauen: 70,8 Prozent; Männer: 64,6 Prozent). Ihre Bankgeschäfte wickeln 83,3 Prozent der besser verdienenden Frauen online ab, wohingegen nur 70,9 Prozent der Männer der oberen Einkommensgruppe Überweisungen und Daueraufträge via Internet erledigen. (kf)