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Studie: US-Bürger sorgen sich um Online-Kriminalität

04.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Großteil der US-Bürger zeigt sich besorgt über Internet-Kriminalität und befürwortet deshalb die Überwachung des E-Mail-Verkehrs verdächtiger Personen durch die Behörden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Forschungsgruppe Pew Internet and American Life Project, der die Befragung von 2096 erwachsenen US-Bürgern im Februar 2001 zugrunde liegt.

Dem Bericht zufolge sehen 73 Prozent der Amerikaner eine Gefahr in Kriminellen, die das Internet dazu nutzen, Verbrechen zu planen oder auszuführen. Vor allem die Verbreitung von kinderpornographischem Material im Internet halten die US-Bürger für besonders bedenklich. Ein Großteil sorgt sich auch um Kreditkartenbetrug sowie die Verbreitung von Computerviren.

Mehr als die Hälfte der US-Bürger (54 Prozent) würde die Überwachung der elektronischen Post von verdächtigen Personen durch das FBI oder eine andere Behörde billigen. Rund 62 Prozent der Befragten fordern aber auch eine Neuregelung der Gesetze zum Schutz der Privatsphäre im Internet, um die Online-Kommunikation der Bürger vor unbefugter Überwachung zu schützen.

Das ehemals unter dem Namen "Carnivore" bekannte E-Mail-Schnüffelprogramm der US-Bundespolizei (jetzt: "DCS1000") lehnten 45 Prozent der Befragten ab, da es ein zu großes Missbrauchspotenzial biete. Ebenfalls 45 Prozent befanden das System für gut.