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Studie: Linux-Nutzung steigt 2004

15.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Nutzung von Linux und Open-Source-Software wird im kommenden Jahr weiter zunehmen, besagt eine von SG Cowen Securities unter 500 Anwendern in Nordamerika erhobene Studie. Demnach nutzen das System 80 Prozent der Befragten, von denen mehr als die Hälfte den Einsatz ausweiten wollen. Großes Interesse bestehe auch am Betrieb von quelloffenen Applikations-Servern sowie E-Mail- und Datenbank-Systemen.

Es bestehe jedoch die Gefahr der Zersplitterung des Linux-Marktes durch inkompatible Middleware- und Service-Angebote. Das könne viele Anwender davon abhalten, von Windows auf die Betriebssystemalternative umzusteigen, heißt es in der Studie.

65 Prozent der befragten Unternehmen planen, die Linux-Nutzung auszubauen, davon 80 Prozent in den kommenden zwei Jahren. Rund 70 Prozent derjenigen, die das quelloffene System bereits verwenden, wollen die Nutzung erweitern. Knapp 30 Prozent planen eine Erstinstallation. Als Hauptgründe für den Einsatz von Linux nannten die Befragten die im Vergleich zu anderen Betriebssystemen geringeren Kosten sowie die hohe Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit.

Obwohl Linux das zurzeit am stärksten wachsende Betriebssystem sei, könne die Studie jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Windows nach wie vor das am häufigsten genutzte Betriebssystem ist. Auch in den Unternehmen, die den Einsatz von Open-Source-Software verstärken, laufe auf den meisten Servern das Microsoft-System, so die Autoren der Studie. (lex)