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Studie: Festnetz-Carrier arbeiten ineffizient

16.05.2006
Veraltete Arbeitsprozesse und uneinheitliche IT-Systeme kosten der europäischen Festnetzbranche jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting könnten die Festnetzbetreiber in Westeuropa durch verbesserte Geschäftsprozesse wie die Vermeidung von Medienbrüchen bis zu 40 Prozent ihrer Kosten einsparen. So würden derzeit durchschnittlich nur fünf Prozent der Festnetzprodukte über Internet-Portale verkauft. Und selbst diesen geringen Teil der Online-Aufträge gebe ein Mitarbeiter häufig zusätzlich per Hand in das System ein. Ein Viertel aller Aufträge per Internet durchliefen manuelle Schleifen.

Laut Steria Mummert hat die Mehrheit der Festnetzanbieter dieses Einsparpotenzial aber inzwischen erkannt und damit begonnen, ihre IT-Ausrüstung zu erneuern. In den kommenden vier Jahren planten die Unternehmen zudem, ihre System- und Vertriebsabläufe so zu verbessern, dass sie mehr als die Hälfte ihrer Verkäufe online abwickeln können. Vor allem einfache Vorgänge, wie beispielsweise die Anmeldung eines Telefonanschlusses oder Tarifänderungen, wollen die TK-Unternehmen verstärkt über Internet-Portale bereitstellen. Das bedeutet eine Entlastung der Kundenservicemitarbeiter, die bereits vom Kunden online eingegebene Daten nicht ein zweites Mal per Hand eintippen müssen.

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