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Studie: 65 Prozent sagen "nein" zu Office 2003

02.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Lediglich 35 Prozent der großen Unternehmen planen, im kommenden Jahr auf Microsofts Büropaket Office 2003 aufzurüsten. Ein Grund für die mangelnde Migrationsbereitschaft sei das Fehlen einer neuen "Killer-Applikation", fanden die Marktforscher von Merrill Lynch in einer Umfrage unter 75 US-Großunternehmen und 25 europäischen Firmen heraus. Was die mit Office 2003 von Microsoft erstmals angebotenen XML-Funktionen betrifft, wollen 65 Prozent der Befragten abwarten, bis sich XML-basierende Technologien stärker im Markt durchgesetzt haben.

Die Office-2003-Verkäufe entsprächen bislang den Erwartungen und lägen über denen von Office XP im Vergleichszeitraum, heißt es bei Microsoft. Es sei nun Aufgabe des Herstellers, Kunden vom Wert der Software für ihr Unternehmen zu überzeugen.

Laut Paul DeGroot, Analyst bei Directions on Microsoft, entspricht der Anteil der 35 Prozent upgradewilligen Unternehmen denen, die Enterprise-Lizenzverträge abgeschlossen und damit bereits für das neue Büropaket bezahlt haben. Andere Anwender warten nach Meinung DeGroots ab, bis die Server-Struktur vorhanden ist, um die neuen Office-Funktionen nutzen zu können. Dabei handle es sich um wesentlich längere Upgrade-Zyklen, in denen CIOs (Chief Information Officers) neue Prozesse definieren müssten.

Der Merrill-Lynch-Studie zufolge ziehen es außerdem 58 Prozent der Unternehmen in Betracht, ihre Desktop-Umgebung auf Open-Source-Produkte umzustellen. Als Grund gaben sie Sicherheitsprobleme mit Microsoft-Software an. (lex)