Knapp 2.200 Meter

Studenten schaffen Höhenrekord mit Mini-Drohnen

28.09.2009
Von pte pte
Studenten der Stanford University haben es geschafft, mit einem autonomen Miniaturflugzeug einen neuen Höhenrekord aufzustellen.

Bis in 2.177 Meter stieg das Flugzeug mit einer Flügelspannweite von nur rund einem Meter dabei empor. Den Studenten aus Stanford gelang es, das Flugzeug mithilfe ausgefeilter Elektronik und entsprechender Software vollständig ohne menschliches Eingreifen aufsteigen zu lassen. Sogar an Notfälle hatte das Siegerteam bei dem Luftfahrzeug gedacht: Kommt das Flugzeug namens "Blue Panther" zu sehr vom Kurs ab und verliert den Kontakt zur aus zwei Notebooks bestehenden Bodenstation, wählt es den kontrollierten Absturz.

Und los - Stanford-Studenten lassen eine Drohne auf knapp 2.200 Meter Höhe steigen.
Und los - Stanford-Studenten lassen eine Drohne auf knapp 2.200 Meter Höhe steigen.
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"Da wir in einem abgesperrten Gebiet nahe einem Air-Force-Stützpunkt geflogen sind, mussten wir auch für den Fall vorsorgen, dass wir den Kontakt zum Flugzeug verlieren oder dass es den abgegrenzten Korridor verlässt", sagt Geoffrey Bower, Doktorand am Institut für Luft- und Raumfahrt der Stanford University, gegenüber pressetext. Durchgeführt wurden die Rekordflüge auf dem Dryden Flight Research Center der NASA, einem ausgetrockneten See in der Mojave-Wüste. Dort brachten die Studenten vier verschiedene Miniaturflugzeuge in Stellung, um zu überprüfen, wie hoch ihre Arbeiten steigen konnten (YouTube-Video).

Für den Bau der extrem leichten Flugmaschinen verwendeten sie handelsübliche Materialien aus dem Baumarkt wie Balsaholz und Isolierschaum. Die Energie für den 100-Watt-Elektromotor des besten Modellfliegers lieferte ein Akku mit 2.100 Milliamperestunden. An Elektronik kam in dem 450-Gramm-Flugzeug ein GPS-Empfänger und ein Luftdruckmessgerät zum Einsatz. Die künstliche Intelligenz wurde in der Programmiersprache C geschrieben und kontrollierte auf Basis der Mess- und GPS-Daten mithilfe von Servomotoren die Höhen- und Seitenruder sowie den Schub.

Schon im zweiten Versuch stieg das Rekordflugzeug Blue Panther in die eingangs erwähnte Höhe von 2.177 Metern empor, bevor es den Kontakt zur Bodenstation verlor, die Landeautomatik startete und eine Bilderbuchlandung auf dem ausgetrockneten See hinlegte. "Die Studenten lernen durch solche Projekte die praktische Anwendung theoretischen Wissens im Bereich Aerodynamik, Flugzeugbau und auch in der Flugsteuerung bei autonomen Systemen", lobt Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die studentische Leistung im pressetext-Gespräch.

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