Verteiltes Arbeiten im Allianz-Startup

Hybrides Arbeitsmodell vorstellbar

06.07.2020
Von 
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 20 Jahren. Langweilig? Nein, sie entdeckt immer neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und im eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisiert.

CIO.de: Haben Sie in Ihrer täglichen Projektarbeit Abstriche machen müssen, hinsichtlich Effizienz oder Geschwindigkeit?

Stephan Nawracki: Die Geschwindigkeit in der Entwicklung hat zum Teil sogar zugenommen. Das liegt auch daran, dass alle genau wissen, was sie tun müssen und den Backlog zu 100 Prozent verstanden haben.

CIO.de: Hat Remote Work auch Nachteile?

Stephan Nawracki: Arbeiten alle über einen längeren Zeitraum nur verteilt und remote zusammen, geht als erstes der Austausch über die eigene Produkteinheit hinaus verloren. Dem versuchen wir mit neuen Meetingstrukturen sowie verschiedenen Collaboration-Tools entgegenzuwirken. Zudem haben wir für den informellen Austausch ein Culture Team gegründet, das unter anderem virtuelle Lunch- und Kaffeetreffen initiiert hat. Außerdem bieten wir eine Plattform für themenübergreifenden Austausch an.

Robert Finke: Für unsere Mitarbeiter hatten wir vorher schon produktübergreifende Communities, in denen sie sich regelmäßig über spezielle Themenschwerpunkte austauschten. Diese Communities sind nun noch wichtiger geworden.

CIO.de: Vorhersagen sind in diesen Zeiten schwierig. Dennoch: Wie stellen Sie sich das Arbeiten in Zukunft vor?

Viel über die Koordination von Teams gelernt

Stephan Nawracki: Wir können ja nicht absehen, wie sich das Arbeiten künftig gestalten wird. Aber wir haben viel über die Koordination von Teams gelernt, wann es Touchpoints braucht, und wann auch Stillarbeit sinnvoll ist. Ein Hybrid-Modell, das Remote- und Präsenzarbeit verbindet, kann ich mir für die Zukunft gut vorstellen.