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Startup verschlüsselt Daten in SAN und NAS

21.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanische Startup Decru verspricht mit ihren "Datafort"-Geräten die Ver- und Entschlüsselung von in SANs (Storage Area Networks) und NAS (Network Attached Storage) ohne merkliche Zusatzlast im Netz. Die Firma wurde im April 2001 von Dan Avida (Ex-CEO und Mitgründer von Electronics for Imaging, kurz Efi) und Serge Plotkin (Informatikprofessor in Stanford) gegründet und hat seither 43 Millionen Dollar Risikokapital erhalten. Zu den Geldgebern gehören Benchmark Capital, Greylock sowie In-Q-Tel, der Venture-Capital-Arm der CIA.

Mit zwei Appliances ist Decru in der vergangenen Woche aus dem Stealth Mode aufgetaucht. Das "Datafort E440" zielt auf File-basierte Storagesysteme (NAS) und ist mit zwei Gigabit-Ethernet-Ports bestückt. Für blockbasierte Speicherung (SAN) gibt es das "Datafort FC440" mit zwei Fibrechannel-Anschlüssen. Die Geräte kosten zwischen 30.000 und 40.000 Dollar. Sie werden zwischen LAN und Fileserver gehängt und erfordern laut Avida keine Umkonfiguration des Netzes. Übertragene Daten werden über eine hardwarebasierte Engine mit 256-Bit-AES (Advanced Encryption Standard) verschlüsselt.

Das Datafort lässt sich so einstellen, dass nur bestimmte Datentypen verschlüsselt werden. Außerdem lässt sich das Gerät mit vorhandenen Verzeichnisdiensten integrieren, um den Zugriff auf Daten regelbasiert zu steuern. Avida will damit die Datensicherheit auch innerhalb der Unternehmensgrenzen erhöhen und verweist in diesem Zusammenhang auf Studien, denen zufolge die meisten Hackerangriffe von innerhalb einer Firma kommen.

"Früher war Storage eine geschlossene Umgebung", meit Yankee-Group-Analyst Jamie Gruener. "Aber sobald man Netzprotokolle hinzufügt, braucht man bessere Sicherheitsmechanismen." Neben Decru tummeln sich im Bereich Storage Security noch andere Anbieter, darunter Neoscale Systems und Vormetric. (tc)