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Startup bietet Musik-Service im Internet

13.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Startup-Company Myplay plant einen neuartigen Online-Service, in dem Benutzer ihre Lieblingsmusik auf der Homepage von Myplay speichern und mit Freunden austauschen können. Die Musik kann von CDs oder von anderen Websites auf die Site transferiert werden. Sind die Songs einmal dort gespeichert, erscheinen sie als Link und können per Mausklick aufgerufen werden. Die Musik wird über das Internet gestreamt und ertönt aus den Lautsprechern oder Kopfhörern, die an die PCs der Benutzer angeschlossen sind. Die Kunden können auf dieser Website ihre Liederlisten für Freunde und andere gratis hinterlegen. Jeder Anwender erhält 250 MB Speicherplatz umsonst, was für 60 bis 70 Songs reicht. Weitere Speicherkapazitäten kosten extra.

Um die Copyright-Rechte der Plattenfirmen nicht zu verletzen, will Myplay Gebühren für die geschützten Titel entrichten. Die Songlisten der Kunden dürfen daher nicht mehr als drei Lieder von einer CD und nicht mehr als vier Lieder vom selben Interpreten enthalten. Daß diese Regeln von den Besitzern der Listen eingehalten werden, regelt eine spezielle Software automatisch, teilt das Unternehmen mit.

Die Firmengründer David Pakman und Douglas Camplejohn kamen auf diese Geschäftsidee, als sie feststellen mußten, wie kompliziert die Verwaltung von digitaler Musik ist. Zu den weiteren Mitarbeitern gehört der ehemalige "Rolling Stone"-Redakteur Beng Fong-Torres. Das Unternehmen wurde mit fünf Millionen Dollar von drei Venture-Capital-Firmen gegründet. Einnahmen sollen über den Verkauf zusätzlichen Speicherplatzes sowie Werbeschaltungen und Promotion-Aktionen von Plattenfirmen erzielt werden.