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Startschuss für UMTS-Auktion in Italien

20.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum gestrigen Beginn der Versteigerung von fünf italienischen UMTS-Lizenzen haben die Mobilfunkanbieter Andala (Tiscali/Hutchison) und Wind (Enel, France Télécom) mit jeweils 4,24 Milliarden Mark das höchste Gebot abgegeben. Die GSM-Netzbetreiber (Global System for Mobile Communications) Telecom Italia Mobile, Omnitel-Pronto Italia (Vodafone) und Blu (British Telecom) sowie der Neueinsteiger Ipse 2000 (Telefónica/Sonera) begnügten sich mit den Mindestgeboten von rund vier Milliarden Mark. Expertenmeinungen zufolge könnte die auf zunächst zehn Tage angesetzte Versteigerung der italienischen Regierung Einnahmen von 33 bis 44 Milliarden Mark bescheren.

Nur wenige Minuten vor Beginn der Auktion hatte Blu, der kleinste der sechs Bieter, seine Teilnahme an dem Verfahren bekräftigt. Durch einen Rückzug von Blu wäre die Versteigerung hinfällig geworden. Je einer der fünf Bieter hätte eine Lizenz zum Mindestgebot erhalten. Die Teilnahme des Unternehmens galt als unsicher, nachdem sich Anteilseigner British Telecom (BT) gegen eine deutliche Aufstockung seines derzeit 20prozentigen Anteils gesperrt hatte. Im Falle eines Zuschlags müsste der britische Konzern den größten Teil der milliardenschweren Hauptlast tragen. Ob BT der Aufforderung, seine Anteile an Blu zu erhöhen, nachgekommen ist, wurde nicht bekannt. Neben BT sind auch Autostrada, Mediaset und die Holding Edizione sowie die Banca Nazionale del Lavoro (BNL) an dem Konsortium beteiligt.