Mobiles Bezahlen

Standards in Sichtweite?

13.05.2010
Von Erwin Selg
Die Mobility-Branche formiert sich. Das lässt auch den Durchbruch des Mobile Payment wahrscheinlicher werden.
Zum Thema Mobile Payment gab es bereits zahlreiche Anläufe - etwa das Projekt Handy-Ticket des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.
Zum Thema Mobile Payment gab es bereits zahlreiche Anläufe - etwa das Projekt Handy-Ticket des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.
Foto: RMV
Mobiles Bezahlen wird seit Jahren diskutiert - passiert ist noch nicht allzu viel.
Mobiles Bezahlen wird seit Jahren diskutiert - passiert ist noch nicht allzu viel.
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Das Handy als Portemonnaie - diese Vorstellung ist für technik-affine Mitmenschen so reizvoll, dass sie seit Jahren immer wieder Quelle von Visionen und Spekulationen war. Die Geldbörse aus Bits und Bytes ist nie leer, sie hat immer passende Münzen parat und befeuert zudem noch die Fantasie für die Entwicklung vielfältigster neuer Services. Doch so oft der Durchbruch des Mobile Payment auch beschworen wurde, passiert ist hierzulande bislang so gut wie nichts. Das Handy ist zwar auf dem Weg zum Alleskönner, doch für die Aufbewahrung von Euros und Cents müssen bis auf weiteres noch die althergebrachten Etuis ihr Bestes geben.

Dennoch kann von Stillstand keine Rede sein, es gibt eine ganze Reihe von potenziellen Protagonisten, die die Ideen nicht in Schubladen verschwinden ließen oder zu Grabe getragen haben. Nirgendwo ist das alles besser nachzuvollziehen als auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Der Kongress ist jener Ort, an dem sich Jahr für Jahr genau die Menschen aus der ganzen Welt treffen, die eben nicht glauben, dass mit dem Portemonnaie das nicht möglich sein soll, was mit der Wasserwaage schon gelungen ist - nämlich die Integration in das Handy.

Zugegeben: Mobile Payment ist nach wie vor - auch an der spanischen Ostküste - eher ein Randthema. Produkte wie das iPad von Apple oder Betriebssysteme wie Android von Google werden vehementer diskutiert. Aber bei allem, was die Branche bewegt, sind Bezahlverfahren nun einmal nicht ganz unerheblich.

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