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Stadtwerke München betreiben Information-Lifecycle-Managment

02.02.2006
Ziel ist vor allem die verursacherbezogene Abrechnung von IT-Services.

Der städtische Dienstleister Stadtwerke München GmbH (SWM) hat eine Strategie für das Information Lifecycle Management (ILM) entwickelt und umgesetzt. Damit will er vor allem die interne Kostenverrechnung transparent machen und seine Systeme effizienter auslasten, so der an Planung und technischer Umsetzung beteiligte Speicherspezialist EMC Deutschland GmbH aus Schwalbach im Taunus.

Die SWM betreiben derzeit ein mehrstufiges Storage Area Network (SAN) mit rund 500 Terabyte, für dessen Management sie die "Control-Center"-Software von EMC einsetzen. Diese Tiered-Storage-Infrastruktur (siehe auch: "Artgerechte Datenhaltung senkt Kosten") dient als Basis für die unterschiedlichen Service-Levels. Dabei haben unternehmenskritische Anwendungen wie die von SAP stammende ERP-Software oder die E-Mail-Applikation Exchange die höchste Wertigkeit. Deren Daten werden folglich auf gespiegelten "Symmetrix-DMX"-Systemen von EMC abgelegt, während die Daten weniger wichtiger Anwendungen auf den kostengünstigeren Subsystemen der Modelle "Clariion FC4700", "CX600-" oder "CS700" gespeichert sind.

Auf Grundlage dieser Infrastruktur stellen die IT-Spezialisten der SWM den Abteilungen ihre Dienste zur Verfügung. Der Leistungsumfang erstreckt sich dabei - je nach gewünschtem Service-Level - von der bloßen Bereitstellung der Speicherkapazitäten bis hin zum kompletten Management von E-Mail-Systemen, Datenbanken und Anwendungen.

Laut EMC ermöglicht die ILM-Strategie den Münchner Stadtwerken ein automatisches Ressourcen-Management: Indem sie Informationen über Zustand, Auslastung und Leistung der Infrastruktur erfassen, können sie für jede Kostenstelle ermitteln, welche Services sie in Anspruch genommen hat, wieviel Speicherplatz sie belegt und welche Bandbreiten sie beansprucht. Folglich lassen sich die IT-Dienstleistungen gezielt dem jeweiligen Verursacher in Rechnung stellen. "So können wir unsere Dienste auch gegenüber der Geschäftsführung argumentieren und rechtfertigen", freut sich Rudolf Bayerl, Leiter des Systembetriebs bei den Stadtwerken.

Zum ILM-Konzept gehören auch das Recovery-Management sowie die revisionssichere Online-Archivierung der Daten mit Hilfe des EMC-Produkts "Centera". Um die Wiederherstellungszeiten zu verkürzen, haben die SWM ihre Datensicherung auf Disk-basierende Systeme umgestellt, die wesentlich schneller als Bandlaufwerke arbeiten. Die Backup- und Recovery-Prozesse werden mit der "Networker"-Software von EMC gesteuert. (qua)